Gibt es wirklich eine innere Stimme?

Kommt es Ihnen nicht auch manchmal so vor, als würde Sie eine innere Stimme um den Schlaf bringen? Gibt es diese Stimme wirklich?

Sehr viele leiden unter Schlaflosigkeit und/oder Depressionen, welche eine innere Unruhe auslöst. Doch woher kommt diese Unruhe?

Bildquelle: www.web.de

Kennen Sie das? Sie haben ein Problem und denken den ganzen Tag daran aber kommen auf kein Ergebnis. Das kann einem schon mal die Laune verderben und das Schlimme ist eigentlich, dass man diese Gedanken nicht abstellen kann. Viele Menschen leiden darunter und neigen deswegen zu Schlafstörungen oder Depressionen. Dieses Phänomen wurde am Max- Planck- Institut für Bildforschung in Berlin von der Psychologin Simone Kühn untersucht. Sie hat die ganze Forschung unter dem Aspekt der ‚inneren Stimme‘, die uns die Laune verderben kann, untersucht.

Kühn untersuchte, ob Personen, die oft nachdenken bzw. grübeln, eine höhere Aktivität in den Hirnregionen aufweisen, welche für die Sprache zuständig sind. Das machte sie anhand einer langen Studie, COGITO,  welche 100 Sitzungen mit Personen verschiedenen Alters umfassten. Die Personen wurden 6 Monate jeden Tag zu ihrer ‚Grübelaktiviät‘ befragt. Diese Ergebnisse wurden mit den Ergebnissen der Gehirnaktivierung abgeglichen. Das Ergebnis war, dass die Probanden, welche täglich mehr grübeln als andere, eine höhere Hirnaktivität in der Sprachregion aufweisen. Man konnte sogar nachweisen, dass v.a. in den Regionen der gesprochenen Sprache die Aktivitäten höher sind. So konnte nachgewiesen werden, dass die Gedanken, die man nicht abstellen kann, in einer Sprache auftreten die man ‚innere Rede‘ nennt. So ist wirklich von einem ‚inneren Sprechen‘ die Rede.

 

Quelle: Psychologie heute

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