Das Diktat des Lichts

Wer bestimmt eigentlich wann wir einschlafen können? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Die Antwort ist Licht.

Wie Licht unseren Schlaf beeinflusst

Foto: H.K.

Künstliches Licht beeinflusst den Schlafrhythmus

Pauschal könnte man sagen, je heller es in der nächtlichen Umgebung ist, desto später schlafen insbesondere Jugendliche ein. Bekannt ist auch, dass Schlafmangel zu Konzentrationsstörungen und Schläfrigkeit im Alltag führen. So leiden betroffene Jugendliche oft unter schlechten Zensuren in der Schule und fühlen sich allgemein unwohl.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg hat mit 1500 Schülern diesen Licht – Schlafzusammenhang erstmals nachgewiesen. Hierzu wurden Satellitenbilder der zu untersuchenden, nächtlichen Region gemacht und diese mit Fragebögen abgeglichen. Gerade in der Pubertät verschiebt sich die innere Uhr nach hinten. So sind Jugendliche oft bis tief in die Abend- und Nachtstunden wach. Stark beeinflusst wird dies vom künstlichen Licht. Denn Licht ist der stärkste Faktor, der unseren Schlaf- Wachrhythmus steuert. So haben die Forscher nachgewiesen, dass Jugendliche aus einem städtischen, hellen Wohngebiet deutlich später schlafen als Jugendliche aus ländlichen, also dunkleren Gebieten. Wenn der Biorhythmus stark in die Abendstunden verschoben ist, greifen solche Jugendliche eher zu Stimulanzien wie Kaffee, Alkohol und Zigaretten. Doch wie wirkt man dem entgegen? Die Forscher schlagen den Städteplanern vor, sparsam mit nächtlichen Lichtquellen umzugehen. Die Eltern stehen aber auch in der Verantwortung. Ihnen wird geraten die Zimmer der Jugendlichen angemessen zu verdunkeln. Außerdem wird stark davon abgeraten elektronische Bildschirme wie beispielsweise Mobiltelefone, Computer und Fernseher in den Abendstunden zu nutzen. Denn selbst das Licht der Bildschirme hält zusätzlich wach.

Quelle: Psychologie heute

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