Kann ich meinen Augen trauen?

Der Ames’scher Raum ist in der Ausstellung ab 12.7. zu sehen.

Ausstellungsobjekt: Ames’scher Raum (1)

Ames’scher Raum
um 1999, Original um 1946, Inv. 0081

Dieses Foto erlaubt den Blick in einen völlig verzerrten Innenraum, der im Versuch nur durch das Guckloch erfahrbar ist. Dadurch, dass man nur mit einem Auge durch das Loch blicken kann, erscheint der Raum rechteckig und die Fenster wirken gleich groß. Anhand der Erfahrungswerte von rechtwinkligen Türen oder Fenstern und horizontal laufenden Fußböden und Decken erstellt der Proband ein Raumkonzept. Die Wahrnehmung der Ungleichheiten und der Schrägen werden unterdrückt, wodurch eine optische Täuschung entsteht. Dieses Objekt, benannt nach seinem Konstrukteur Adelbert Ames, veranschaulicht das Phänomen der aufgehobenen Größenkonstanz. 1980 baute Wolfgang Kern im Auftrag von Prof. Dr. Glaser dieses schöne Modell. Es wird bis heute als Anschauungsobjekt für die Einführung in die Wahrnehmungspsychologie verwendet. || Katharina Reitz

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