Rekonstruktion von Bildern durch die Betrachtung der Gehirnaktivität

Wer hat sich nicht schon irgendwann einmal gewünscht die Gedanken anderer Menschen lesen zu können? Ob die Erfüllung dieses Wunsches das Ziel dieser Wissenschaftler war, ist zu bezweiflen. Unserer Vorstellung des Gedankenlesens kommen die Ergebnisse dieses Experiments jedoch noch nicht sehr nah. Doch sie sind ein Anfang.

Das Grundprinzip ist Folgendes: eine bestimmte Aufgabe hat ein bestimmtes Aktivierungsmuster im Gehirn. Inwieweit das etwas mit Gedankenlesen zu tun hat erklärt das nachfolgende Experiment.

In der ersten Phase des Experiments sehen sich die Versuchspersonen im MRT mehrere Stunden lang Videos an.

In der zweiten Phase wird anhand der Messungen an den Versuchspersonen eine Datenbank erstellt, die eine Beziehung zwischen der beobachteten Gehirnaktivität und den visuellen Eigenschaften der Videos herstellt.

In der letzten Phase werden nun 5000 Stunden Videomaterial von Youtube heruntergeladen und mit der Datenbank abgeglichen. Dadurch wird versucht die Gehirnaktivität, die bei der Betrachtung dieser Videos entsteht, vorauszussagen. Aus diesen 5000 Stunden Videomaterial werden schließlich jene 100 Videoclips ausgewählt, deren vorausgesagte Aktivität der Gehirnaktivität in der Datenbank am ähnlichsten ist. Diese 100 Videos werden schließlich gemittelt, woraus sich die verwaschenen Bilder ergeben, in denen das ursprüngliche Video zu erahnen ist.

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